Thema des Monats

Schublade mit Stiften
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Thema des Monats April:

Plastikfreies Büro

Plastikfreies Büro

 

Die Vermeidung von Plastik im Alltag gewinnt für viele Menschen zunehmend an Bedeutung. Um dieses Umdenken anzustoßen und zu unterstützten, hat das Hessische Umweltministerium die Plastikvermeidungsstrategie ins Leben gerufen. Mit dieser möchte die Landesregierung die Verwendung von überflüssigem Plastik reduzieren und dessen negative Umweltauswirkungen vermindern.

Doch nicht nur in unserem privaten Umfeld, wie beim Einkaufen, im Haushalt oder bei Online-Bestellungen fallen große Mengen an Plastikmüll an: auch in Büros und Home-Office stapelt sich Kunststoff in den Abfalleimern. Angefangen bei großen Dingen wie Computer oder Laptop-Gehäuse, Tastatur, Maus, Armlehnen des Bürostuhls, Drucker – alles aus Plastik. Genauso kleine Helfer und Verbrauchsmaterialien wie Kugelschreiber, Ordner, Schnellhefter, Textmarker oder kleine Päckchen mit Kondensmilch aus der Büroküche. Zusammengerechnet trägt unser Büro einen wesentlichen Teil zu den jährlich 6,3 Millionen Tonnen Kunststoffabfällen in Deutschland bei. Doch mit ein paar kleinen Veränderungen kann jede*r von uns das Büro, egal ob in der Firma oder zu Hause, nachhaltiger gestalten.

 

Klein beginnen und Bewusstsein schaffen

Zunächst lohnt es sich, neben den Gegenständen aus Plastik auch andere Aspekte in das Blickfeld aufzunehmen: welches Papier wird im Büro benutzt? Der Umwelt zuliebe sollte für Drucker und Notizen Recyclingpapier genutzt werden. Wusstet ihr, dass alleine der Wasserverbrauch bei der Herstellung durch Recyclingpapier um 70 Prozent reduziert werden kann? Am Ende eines langen Arbeitstages ist der Mülleimer gerne mal voll – um der Umwelt etwas Gutes zu tun, sollte unbedingt auf Mülltrennung geachtet werden. Im Büro lässt sich das umsetzen, wenn Mülleimer in unterschiedlichen Farben und mit Beschriftung für die verschiedenen Müllarten nebeneinander aufgestellt werden. So können die verschiedenen Abfallsorten gut zugeordnet und am Ende dem Kreislauf wieder zugeführt werden. Übrigens: Papierabfälle müssen oft gar nicht sein. Überlegt am besten vor dem Drucken, ob ihr das betroffene Dokument wirklich ausgedruckt benötigt. So lässt sich eine Menge Papier einsparen. Die Rückseite eines nicht mehr benötigten, bedruckten Blattes eignet sich außerdem hervorragend für Notizen.  To Dos können in einer digitalen Liste eingetragen werden, ebenso Nachrichten für Kolleginnen und Kollegen. Sollten doch einmal eine handschriftliche Notiz nötig sein, kann diese auch einfach mit Bleistift gemacht und der Zettel daraufhin wiederverwendet werden.

Ein noch größeres Problem als Papier stellt jedoch der Plastikkonsum im Rahmen unseres Büro-Alltags dar. Oder habt ihr gewusst, dass in den letzten Jahren der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastikverpackungen bei rund 39 Kilogramm lag?

 

Auf Plastik im Büro verzichten

Die größten Plastikmüll-Produzenten im Büro und Home-Office sind vor allem To-Go-Verpackungen aus Einwegplastik für das Mittagessen! Laut FES (Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH) kommt es seit der Corona-Pandemie in Privathaushalten zu einem erhöhten Abfallaufkommen. So legten die Mengen für Glas und Biomüll sowie Verpackungsabfall in der Gelben Tonne sogar im zweistelligen Bereich zu. Wie ihr eure Mittagspause verpackungsfrei gestalten könnt, erfahrt ihr hier.

Aber auch Schreibwaren verursachen viel Abfall. Kugelschreiber, Textmarker, Eddings und Filzstifte benutzen wir besonders häufig und müssen sie dementsprechend oft austauschen. Statt eines normalen Kugelschreibers können jedoch Bio-Produkte aus Karton mit Kunststoff auf Mais-Basis verwendet werden. Eine weitere Möglichkeit ist, auf einen nachfüllbaren Füller mit Tinte umzusteigen. Auch Organizer und Stiftehalter sowie Spitzer gibt es bereits aus Holz oder Edelstahl.

Eine weitere Option sind Produkte, die nachgefüllt werden können. Für viele Whiteboard-Stifte gibt es mittlerweile Nachfüllprodukte. Und auch Druckerpatronen können wieder aufgefüllt werden – so lässt sich Plastikabfall vermeiden. Wichtig ist es, sich ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Utensilien mit Plastik sparsam eingesetzt werden sollten. Anstatt alle Stellen eines Textes mit Textmarkern zu markieren, kann beispielsweise auch mit Holzbuntstiften gearbeitet und nur besonders wichtige Passagen mit Markern unterstrichen werden. Zudem gibt es bereits Textmarker, die aus zertifiziertem Holz hergestellt werden.

 

Plastik im Büro reduzieren

Wo auf Plastik nicht verzichtet werden kann, heißt es: reduzieren! Schnellhefter und Etiketten kommen selten ohne Plastikanteile aus. Allerdings gibt es bereits Hefter, deren Außenseite zumindest aus Pappe besteht. Etiketten gibt es ebenfalls als Papier-Variante. Achtet aber auch hier unbedingt darauf, dass Recyclingpapier verwendet wird!

Bei Getränken können Glasflaschen benutzt werden – am besten in der Mehrweg-Variante. Ihr könnt euch eure Getränke sonst auch in einer Edelstahlflasche von zu Hause mitbringen. Wenn euch im Büro Getränke zur Verfügung gestellt werden, regt doch gemeinsam mit euren Kolleginnen und Kollegen an, auf Mehrweg-Glasflaschen anstelle von Plastikflaschen umzusteigen. Für Wasser bietet sich ein Wasserspender an, da ein großer Wasserspender weniger Abfall verursacht als viele kleine Plastikflaschen.

Wer im Büro eine Kaffeemaschine hat, muss nicht noch unterwegs einen Coffee-to-go im Einwegplastikbecher holen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, nehmt doch einen eigenen Thermosbecher mit. Übrigens: in vielen hessischen Städten, (zum Beispiel Frankfurt, Darmstadt, Kassel oder auch dem Main-Kinzig-Kreis) gibt es für To-Go Becher ein eigenes Pfandsystem. Das Hessische Umweltministerium, hat außerdem die Aktion „BecherBonus“ ins Leben gerufen, bei dem durch Mitnahme eines eigenen Bechers ein Preisnachlass auf das Getränk bei teilnehmenden Unternehmen erfolgt.

Wenn die Kaffeemaschine im Büro oder im Home-Office nur mit Kapseln funktioniert, kann auch hier auf kompostierbare Kapseln umgestellt werden. Sollte es Bedarf nach einer neuen Kaffeemaschine geben, bietet sich ein Vollautomat als nachhaltige Lösung an – dann können Kaffeebohnen auch unverpackt besorgt werden.

 

Plastik im Büro wiederverwerten

Wer besonders kreativ ist, kann angefallenen Plastikmüll durch Upcycling wiederverwenden oder teilweise sogar spenden. Beispielsweise freuen sich Kindergärten und Schulen oftmals über leere Joghurtbecher zum Basteln. Vielleicht ist ja direkt in eurem Bürogebäude oder in der Nachbarschaft ein Kindergarten zu finden? Welche verschiedenen Upcycling-Möglichkeiten es sonst noch so gibt, erfahrt ihr hier.

Mehr zum Thema Plastikvermeidung und müllfrei Leben findet ihr auf unserer Website und bei den vergangenen Themen des Monats.

Thema des Monats

Plastikverpackungen und Abfall
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Plastikfreies Büro

Plastik vermeiden, Umwelt schützen!

 

In den letzten Jahren hat sich deutlich gezeigt, wie sehr unsere Umwelt unter der Flut von Plastik in jeglicher Form leidet. Besonders Verpackungen sorgen dafür, dass immer mehr Plastikmüll entsteht. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern verpacken Unternehmen ihre Produkte immer seltener in Plastik – Tendenz steigend! Es wird versucht, den Plastikanteil nach und nach zu senken und Plastik langfristig zu vermeiden.

 

Plastikverpackungen – warum so viele?

Wurden in den 1950er Jahren noch knapp 1,5 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert sind es heute fast 400 Millionen Tonnen. Das liegt daran, dass Plastik sehr günstig in der Herstellung ist. Es wird lediglich Erdöl benötigt, das destilliert wird. Aus dem daraus entstandenen Rohbenzin kann durch spezielle Verfahren anschließend Kunststoff hergestellt und beliebig geformt werden. Besonders schädlich dabei: Die Produktion von einer Tonne Kunststoff erzeugt etwa 1,3 Tonnen CO2, in der Verbrennung entstehen fast 3 Tonnen CO2. Wusstet ihr, dass pro Tonne hergestelltem Kunststoff etwa das Doppelte an Erdöl benötigt wird? Die Preise für neuen Verpackungskunststoff sind in den vergangenen fünf Jahren um 30 Prozent gesunken. Das Recycling von Plastik ist sehr aufwendig und teuer, da die Teile eingesammelt, gereinigt und sortiert werden müssen. Wenn eine Verpackung aus unterschiedlichen Arten von Plastik zusammengesetzt ist, kann sie nicht verwertet werden. Ein sinnvolles Recycling ist somit so gut wie unmöglich. Meistens ist es daher günstiger, neu produzierten Kunststoff zu verwenden.

Plastikverpackungen weisen eine hohe Widerstandsfähigkeit auf. Was für das verpackte Produkt gut sein mag, ist für unsere Umwelt umso schädlicher: nicht korrekt entsorgte Plastikverpackungen zersetzen sich nur sehr langsam. So dauert es bis zu 20 Jahre bis eine Plastiktüte zersetzt ist und 450 Jahre lang bleibt eine Plastikflasche in der Umwelt erhalten. Das Plastik verschwindet allerdings nicht einfach, sondern zersetzt sich in mikroskopisch kleine Teile, das sogenannte Mikroplastik. Damit es gar nicht erst zu diesem Prozess kommt, lohnt es sich also Plastikverpackungen, soweit es möglich ist zu umgehen. Landen diese allerdings doch in unserem Einkaufswagen, sollten diese nicht direkt entsorgt werden.

 

Die Lösung: vermeiden, wo es geht und sinnvoll ist oder wiederverwenden!

Aus Hygienegründen können  Plastikverpackungen oftmals zwingend erforderlich sein. Dennoch kann darauf geachtet werden, sie wo es geht und sinnvoll ist zu vermeiden. Die Plastikverpackungen haben eine zweite Chance verdient – um deren Umweltfreundlichkeit zu stärken, sollten die Verpackungen wenn möglich wiederverwendet werden. Füllmaterial aus der letzten Online-Bestellung kann einfach aufgehoben und beim eigenen nächsten Versand verwendet werden. Die Verpackung von Toilettenpapier oder Küchenrollen eignet sich hervorragend als Müllsack für Mülleimer in Bad und Küche.

Natürlich ist es umso besser, wenn Plastikverpackungen gar nicht erst gekauft werden. Das Hessische Umweltministerium hat aus diesem Grund die „Plastikvermeidungsstrategie“ ins Leben gerufen!

 

Weniger Plastik in Hessen

Das Hessische Umweltministerium setzt sich bereits seit Jahren verstärkt für die Plastikvermeidung in Hessen ein. Die Landesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, dem zunehmenden Plastikverbrauch entgegenzusteuern. Mit der hessischen Plastikvermeidungsstrategie sollen die Verwendung von überflüssigem Plastik reduziert und vor allem die negativen Umweltauswirkungen von Plastik vermindert werden.

Um dieses Ziel umzusetzen gibt es bereits konkrete Maßnahmen, an denen auch ihr euch ganz einfach beteiligen könnt! In vielen hessischen Städten, (zum Beispiel Frankfurt, Darmstadt, Kassel oder auch dem Main-Kinzig-Kreis) gibt es für To-Go Becher ein eigenes Pfandsystem. Das Hessische Umweltministerium, hat außerdem die Aktion „BecherBonus“ ins Leben gerufen, bei dem durch Mitnahme eines eigenen Bechers ein Preisnachlass auf das Getränk bei teilnehmenden Unternehmen erfolgt.

Ein weiteres Projekt der Verbraucherzentrale Hessen ist „Plastik sparen – beim Einkauf und unterwegs“ und liefert Verbraucherinnen und Verbrauchern passende Informationen und praktische Tipps, wie sie ihren Plastikverbrauch im Alltag verringern können. Ein weiterer wichtiger Punkt beim Einkauf ist das Thema Unverpackt-Läden und Unverpacktsortimente im Lebensmittel-Einzelhandel. Daher hat das hessische Umweltministerium gemeinsam mit dem hessischen Handelsverband in 2020 den Erfahrungsaustausch ins Leben gerufen. Informationen der zweiten Diskussionsrunde bei ERFA Unverpackt unter dem Motto #WeAreInThisTogether sind unter den entsprechenden Links zu erhalten. Der Erfahrungsaustausch ist eine Maßnahme des Netzwerkes „Plastikvermeidung im Einzelhandel“ der hessischen Plastikvermeidungsstrategie. Ziel ist die Unterstützung der Unverpackt-Läden durch eine Kommunikationsstrategie, Hilfen der Warenbeschaffung, den Dialog in der Lieferkette zwischen Herstellern und Lieferanten, aber auch die Sensibilisierung der Gesellschaft. Für Kunden und Kundinnen wird ein nachhaltiger, bewusster und sozial fairer Konsum immer wichtiger. „Das Thema Plastikverbrauch bewegt viele Hessinnen und Hessen. Das zeigt sich unter anderem am steigenden Interesse an Mehrwegbechern und Unverpackt-Angeboten. […] Und in der hessischen Plastikvermeidungsstrategie sind viele weitere Maßnahmen verankert, mit denen wir überflüssiges Plastik in unserer Umwelt reduzieren und die negativen Umweltauswirkungen von Plastik vermindern wollen“, so Verbraucherschutzministerin Priska Hinz.

 

Thema des Monats

Ein Kreislauf aus grüner Wiese
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Plastikfreies Büro

Vom Ursprung zum Ursprung

 

Die Kreislaufwirschaft, auch Circular Economy genannt, gewinnt immer mehr an Bekanntheit. Mit ihrer Hilfe kann das Leben eines Produkts verlängert werden, indem es geteilt, wiederverwendet, optimiert, getauscht, repariert und umgebaut wird. Es bleibt so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf. So wird Abfall reduziert und viel Müll eingespart! Hat das Produkt sein Lebensende erreicht, wird es in seine Rohstoffe zerlegt und diese werden recycelt.

 

Vorteile der Kreislaufwirtschaft

Wir können mithilfe der Kreislaufwirtschaft sehr viele Abfälle vermeiden und Emissionen einsparen. Wusstet ihr, dass alleine die Produktion unserer Alltagsgegenstände 45 Prozent der CO2-Emissionen ausmacht? Indem wir mehr mit dem Kreislaufmodell arbeiten, üben wir weniger Druck auf die Umwelt aus und unsere Erde hat eine Verschnaufpause.

Die Idee besteht darin, Handelsketten zu schaffen, die keine (endlichen) Ressourcen verbrauchen. Dabei ist es wichtig, dass Produkte und Materialien immer einen hohen Nutzen bzw. Wert haben, damit sie behalten und nicht weggeworfen werden. So können sie oft wiederverwendet werden und im besten Fall fällt gar kein Müll an.

 

Modelle und Umsetzungen

Derzeit herrscht in den meisten Staaten das „Cradle to Grave“-Prinzip vor, was übesetzt „von der Wiege zur Bahre“ bedeutet. Dabei werden Rohstoffe der Erde entnommen und verarbeitet, woraus Produkte mit einer kurzen Lebensdauer entstehen. Diese landen anschließend schnell im Müll.


Cradle to Cradle

Michael Braungart und William McDonough verfolgen hingegen die Vision von „Cradle to Cradle“, was übersetzt so viel wie „von der Wiege zur Wiege“ bedeutet. Wusstet ihr, dass  Produkte aus vielen unterschiedlichen Stoffen hergestellt sind und deshalb auch Stoffgemische genannt werden? Diese Produkte erschweren ein ordentliches Recycling. Plastikflaschen bestehen beispielsweise aus unterschiedlichen Kunststoffen und eingesetzten Farbstoffen. Aktuell werden für die Produktion immer neue Ressourcen bezogen, die schlussendlich auf dem Müll landen. Kompostierbare Textilien, essbare Verpackungen, reine Kunststoffe oder Metalle, die unendlich oft für denselben Zweck verwendet werden können – das sollte die Zukunft sein. Hier setzt das „Cradle to Cradle“ Prinzip an: darunter wird ein perfekter Kreislauf verstanden, bei dem die eingesetzten Materialien am Ende nicht im Abfall landen. Dieses Konzept orientiert sich an der Natur, denn in dieser entstehen auch keine Abfälle. Weltweit sind heute schon über 2.000 Produkte auf dem Markt, die nach diesen Prinzipien zertifiziert und etabliert sind. Dazu zählen Bürostühle, Bezugsstoffe, Fliesen, Teppiche, Toilettenpapier, Shampoo, Reinigungsmittel und sogar technische Produkte wie Fernsehgeräte. Die „Cradle to Cradle“-Produkte aus organischen Bestandteilen landen nach der Nutzung auf dem Kompost. Sie werden von Beginn an so gestaltet, dass sie durch chemische oder mechanische Prozesse wiederverwertet werden können.

Wenn auch ihr Produkte konsumieren möchtet, die nach dem „Cradle to Cradle“-Prinzip zertifiziert sind, dann schaut doch mal bei Avocadostore vorbei und beobachtet die wachsende Vielfalt an unterschiedlichen Produkten. In Berlin gibt es sogar schon ein Haus, das nach dem „Cradle to Cradle“-Prinzip funktioniert: Das „C2C LAB“ ist die weltweit erste umfassende Sanierung nach den innovativen Kriterien von „Cradle to Cradle“. Es wird als Bildungszentrum, Reallabor und Head Office von NGOs genutzt.

 

Spiralwirtschaft

Die sogenannte „Spiralwirtschaft“ ist ein Teil der Kreislaufwirtschaft. Sie geht jedoch von beweglichen und komplexen Systemen aus und zielt darauf ab, dass Materialien oder Produkte aus einzelnen Branchen unter völlig anderen Rahmenbedingungen wiederverwendbar sind. Ein Beispiel hierfür sind gebrauchte Plastikflaschen oder Fischernetze, die als Rohmaterial für neue Bekleidung wie Jacken oder Sportmode dienen. Die Spiralwirtschaft sieht gebrauchte Produkte nicht als Teil eines geschlossenen Kreislaufs, sondern als eine Möglichkeit zur endlosen Zahl von Verwendungsmöglichkeiten. Es handelt sich quasi um eine“realistische“ und bewegliche Version der Kreislaufwirtschaft.

 

Und in Zukunft?
Die Kreislaufwirtschaft hat sich die Natur zum Vorbild genommen und orientiert sich an natürlichen Prozessen. Sämtliche Ressourcen werden wieder und wieder verwendet, der Kreis schließt sich, ohne, dass dabei Abfall entsteht. Dieses Prinzip zeigt, dass ein schönes und langfristiges Leben auf einer gesunden Erde möglich ist. Durch die Kreislaufwirtschaft können wir unsere Natur und unseren Planeten erhalten und müssen gleichzeitig auf nichts verzichten. Immer mehr Länder beginnen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und es bei neuen Produkten zu verwenden – sei es beim Bau von Häusern, bei Kleidung, Elektrogeräten oder Möbeln.

Doch nicht nur wir, sondern auch Unternehmen können etwas tun. Das Start-up HOMIE bietet beispielsweise ein „Pay-per-Use“-Wäschepaket an. Dabei werden kostenlos Waschmaschinen im Haus installiert, inklusive Wartung und Reparatur, und die Kundinnnen und Kunden zahlen nur pro Waschgang. Außerdem könnten eigene Plattformen und Online-Märkte erstellt werden, um Podukte für ein weiteres Leben zu sammeln und weiterzureichen.

 

Gemeinsam können wir viel verändern!

 

Thema des Monats

Pizzakarton und Flasche auf Mülleimer
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Plastikfreies Büro

Müll in Zeiten der Corona-Pandemie

 

Die Corona-Pandemie beschäftigt nun bereits ein Jahr Menschen auf der ganzen Welt 

Mit den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen haben wir uns alle sicherlich mehr oder weniger intensiv beschäftigt. Doch welche Auswirkungen hat diese globale Krise auf unsere Wegwerf-Verhalten und den produzierten Abfall? Welche Änderungen hierbei in Hessen stattgefunden haben, erfahrt ihr in diesem Artikel.

 

To-Go und die Natur
Für viele Gastronomiebetriebe bedeuten die Corona-Maßnahmen die Umstellung auf das Take-AwayPrinzip. Immer mehr Menschen machten daher in den letzten Monaten von der angebotenen Abholung von Speisen und Getränken Gebrauch. Diese werden allerdings nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch an öffentlichen Orten wie Parks, Grünflächen und Flussufern gemeinsam mit Freund*innen konsumiert. Die Folgen für die Natur sind verherend: immer mehr Essensreste, Verpackungen und Glasflaschen sammeln sich an verschiedensten Orten an. Vor allem der Anteil an Transportbehältnissen wie Pizzakartons und Pappbecher auf den Straßen und Grünflächen ist seit Beginn der Corona Krise gestiegen.  

 

Einweg statt Mehrweg
Waren die Ambitionen für Mehrweg-Systeme und Unverpackt-Produkte vor der Corona-Pandemie noch hoch, fällt durch die zusätzlichen Hygiene-Maßnahmen immer mehr Einweg-Kunststoffmüll an. Vor allem Einweg-Handschuhe und -Masken sammeln sich in und um die öffentlichen Papierkörbe. Benutzte Artikel werden häufig achtlos auf den Boden geworfen und nicht korrekt entsorgt. Daher immer daran denken: Benutzte Masken und Handschuhe gehören in den Restmüll.  

Auch wenn das Hygienebedürfnis derzeit zurecht besonders hoch istkann man gleichzeitig nach wie vor nachhaltig und umweltbewusst handelnZum Beispiel können Einweg-To-Go-Becher durch Mehrweg-Alternativen ersetzt werden. In vielen hessischen Städten(zum Beispiel FrankfurtDarmstadtKassel oder auch dem Main-Kinzig-Kreis) gibt es dafür ein eigenes Pfandsystem. Die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen hat außerdem die Aktion „BecherBonus“ ins Leben gerufen, bei dem durch Mitnahme eines eigenen Bechers ein Preisnachlass auf das Getränk bei teilnehmenden Unternehmen erfolgt. Selbst, wenn bei eurem Bäcker oder Lieblingscafé um die Ecke nichts angeschrieben steht; freundlich nachfragen lohnt sich. Meist ist eine Mitnahme in einem eigenen Behältnis unkompliziert möglich

 

Privathaushalte besonders stark betroffen
Das erhöhte Müllaufkommen betrifft allerdings nicht nur den öffentlichen Raum, sondern besonders stark Privathaushalte. Laut FES (Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH) lässt die Disziplin bei der Mülltrennung in Privathaushalten seit der Corona-Pandemie nach. Das Unternehmen hat außerdem eine Zwischenbilanz der Müllmengen erarbeitet. Außer Altpapier legen sämtliche Fraktionen zu; bei Glas und Biomüll sowie beim Verpackungsabfall in der Gelben Tonne sogar im zweistelligen BereichHierzu wurden die Monate März und April 2020 herangezogen und mit denselben Monaten im Vorjahr verglichen. Die ELW (Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden) melden einen besonders hohen Anstieg beim Biomüll in Privathaushalten. Grund für das erhöhte Müllaufkommen sind vermutlich einerseits der verstärkte Online-Versandhandel und andererseits die Tatsache, dass die Menschen vermehrt Zeit zu Hause verbringen. Dabei fallen zum einen mehr Verpackungsmüll durch Essensbestellungen und zum anderen mehr Essensreste im Biomüll durch verstärktes Kochen daheim an.  

Dabei kann jeder von uns trotz dieser Umstände mit nur kleinen Veränderungen eine Menge Abfall einsparen! Auch, wenn wir jetzt besonders auf Händewaschen und die Körperhygiene achten, kann gerade im Badezimmer Müll einfach vermieden werden. Anstelle von Flüssigseifen können feste Seifenstücke eingesetzt und Deosticks durch Deocremes im Mehrweg-Döschen ersetzt werden. Beim Einkauf können wir darauf achten, saisonales Obst und Gemüse zu kaufen und auf mehrfach eingepackte Produkte zu verzichten. Auch, wenn wir jetzt besonders darauf bedacht sind, unsere eigenen vier Wände sauber und keimfrei zu halten: es müssen nicht immer chemische Putzmittel sein. Die meisten Flecken können mit selbstgemachten Putzmitteln genauso gut entfernt und die Umwelt dabei geschont werden.  

 

Viele Tipps und Tricks erfordern nur minimale Umstellungen, aber helfen unserer Umwelt dabei, sauberer zu werden!  

 

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Sauberhaftes Hessen geht den Mehrweg

Bei REWE ist jetzt der Einkauf mit Mehrwegboxen an den Frischetheken möglich!

Ob mit Mehrwegbox, -tasche, -netz oder Einkaufskorb – ein umweltbewusstes Leben fängt beim Einkauf an. Denn die Nutzung von Mehrwegverpackungen spart Abfall und wertvolle Ressourcen. Mehrwegboxen sind nach der Auslistung von Kunststofftüten und der Einführung von Mehrwegnetzen für frisches Obst und Gemüse ein weiterer Schritt zur Reduzierung von Verpackungsmüll. Daher begleitet die Umweltkampagne „Sauberhaftes Hessen“ unter dem Motto „Geh‘ den Mehrweg“ den Verkaufsstart der Mehrwegboxen in den Märkten der REWE Region Mitte.

Kundinnen und Kunden können sich an den Frischetheken der REWE-Märkte ihre eigene gereinigte oder direkt im Markt erworbene Box mit Fleisch, Wurst oder Käse befüllen lassen. Dazu wird die Box auf ein Tablett gestellt, das REWE-Servicepersonal nimmt dieses entgegen und befüllt die Box. Die Kundin oder der Kunde nimmt die Box zurück, verschließt sie, klebt den Bon auf und bezahlt die Ware an der Kasse.

Die Pressemitteilung finden Sie hier zum Download.

Pressebilder finden Sie hier zum Download.

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2. Rhine Cleanup 2019

Bereits zum zweiten Mal sind Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, entlang des Rheinufers Abfälle einzusammeln. Im vergangenen Jahr sammelten über 10.000 Menschen aus 59 Kommunen 100 Tonnen Müll an den Ufern des längsten Flusses Deutschlands ein. Dieses gute Ergebnis wollen die Organisatoren in diesem Jahr verdoppeln.

Die Schirmherrschaft für den Rhine Cleanup 2019 haben die Umweltministerinnen von Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie der Umweltminister von Baden-Württemberg übernommen. Am Samstag, 21. September, dem World Cleanup Day, wird die Sammelaktion in zahlreichen Kommunen entlang des Rheins, darunter in Wiesbaden-Schierstein und -Biebrich unter Beteiligung der hessischen Umweltministerin Priska Hinz durchgeführt.

Organisiert wird der Rhine Cleanup in Wiesbaden vom Wiesbadener Kurier mit Unterstützung der Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) sowie der Naspa. Beginn ist jeweils um 10 Uhr in Biebrich (Treffpunkt BIG-Weinstand) und Schiersten (Treffpunkt alte Bootsrampe, Höhe Bernhard-Schwarz-Straße). Müllsäcke sind in ausreichender, Handschuhe und Greifzangen nur in begrenzter Stückzahl vorhanden. Freiwillige Helferinnen und Helfer aus Wiesbaden können sich bei Sina Schreiner per E-Mail an kurier@vrm.de oder telefonisch unter 0611-355 53 80 anmelden.

Weitere Sammelorte und Informationen gibt es hier:
www.wiesbadener-kurier.de
stories.vrm.de
www.river-cleanup.org

Foto: ©René Vigneron

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Wiesbaden Cleanup und Aktion „Rheinkippen“

Eine ehrenamtlich aktive Gruppe um Tanja Methien trifft sich seit Februar einmal im Monat zu einem Cleanup in Wiesbaden. Am ersten Sonntag im Monat ab zehn Uhr (Treffpunkt Haltestelle Biebricher Schloss) befreit die Gruppe das Flussufer und die Grünstreifen, manchmal auch den Schiersteiner Hafen, von jeglichem Müll. Bei ihrem siebten Wiesbaden Cleanup legte die Gruppe den Schwerpunkt auf das Einsammeln von Zigarettenkippen. Diese werden diesmal gesondert gesammelt und Ende der Woche nach Düsseldorf gebracht. Denn derzeit werden im Rahmen der Aktion „Rheinkippen“ an den Ufern des Rheins von der Quelle bis zur Mündung Zigarettenfilter eingesammelt. Der Fund soll am Freitag der Öffentlichkeit präsentiert werden, um auf das große Problem aufmerksam zu machen und zugleich für den länderübergreifenden Rhine Cleanup am 14. September, dem World Cleanup Day, geworben werden.

Alle Interessierten sind eingeladen, sich an den Sammelaktionen in Wiesbaden zu beteiligen. Das nächste Wiesbaden Cleanup findet ausnahmsweise am 14. September im Rahmen des Rhine Cleanup statt.

Weitere Informationen gibt es unter: www.wiesbadener-kurier.de

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Sauberhafter Schulweg 2019

Am 25. Juni, dem hessenweiten Aktionstag „Sauberhafter Schulweg“, begleiteten wir die Grundschule Schelmengraben in Wiesbaden, die sich mit knapp 500 Schülerinnen und Schülern aus 19 Klassen beteiligte. Einen großen Beitrag leisteten außerdem wieder die hessischen Kommunen und Entsorgungsbetriebe, sodass die Aktion so erfolgreich und großflächig vonstattengehen konnte.

Insgesamt setzten sich über 30.000 hessische Schülerinnen und Schüler aus rund 300 Schulen freiwillig für den Umweltschutz ein – rund 10.000 mehr als im vergangenen Jahr. Herzlichen Dank dafür!

Die Pressemitteilung finden Sie hier zum Download.

Pressefotos finden Sie hier zum Download.

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Sauberhafter Kindertag 2019

Im nordhessischen Sontra waren besonders viele junge Umweltschützerinnen und Umweltschützer im Einsatz – Wir waren dabei!

Ein großes Dankeschön an die Stadt Sontra für das große Engagement am „Sauberhaften Kindertag“! Sontra konnte in diesem Jahr im Vergleich zu ihrer Einwohnerzahl die meisten Kinder und Einrichtungen mobilisieren.

Hessenweit haben im Rahmen des Aktionstages, der bereits zum 17. Mal stattfand, mehr als 17.000 Kinder aus rund 500 Kindergärten und Kindertagesstätten achtlos weggeworfene Abfälle in der Umgebung ihres Kindergartens gesammelt.

Unter dem Motto „Sauberhaftes Sontra“ engagierten sich neben dem Evangelischen Kindergarten Sontra noch fünf weitere Kindergärten sowie zwei Grundschulen und eine Gesamtschule mit rund 850 jungen Umweltschützerinnen und Umweltschützern. Wir haben die Evangelische Kita Sontra sowie die Katholische Kita St. Maria in Sontra begleitet. Wir sind ganz begeistert von dem Engagement aller Beteiligten! Besonderer Dank gebührt dem Bürgermeister Thomas Eckhardt für seinen außerordentlichen Einsatz!

Einen Beitrag in der Hessenschau über den „Sauberhaften Kindertag“ in Sontra finden Sie hier.

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World Clean up Day 2018

World Clean up Day am 15. September erstmals in Deutschland

Der stetig wachsende Müll verschmutzt und vergiftet Wälder, Wiesen und Meere. Daher haben sich 2008 zum ersten Mal für fünf Stunden 50.000 Bürger/-innen in Estland zu einer Bewegung zusammengeschlossen, um das ganze Land vom Müll zu befreien und diesen fachkundig zu entsorgen. Diese Initiative hat sich global verbreitet und wird nun jährlich am 15. September durchgeführt.

Dieses Jahr findet der World Clean up Day erstmals auch in Deutschland statt! Seid dabei und steht mit Menschen in 150 Ländern werden gegen das globale Müllproblem auf! Die Karte aller geplanten Events in Deutschland und weitere Informationen findet Ihr hier: www.deutschlandmacht.de

Bild: DEUTSCHLANDmacht -Lets Do It! Germany e.V.