Thema des Monats

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Thema des Monats Oktober:

Cradle to Cradle – der nachhaltige Konsum von morgen

Cradle to Cradle

Wusstet Ihr, dass ein durchschnittliches Auto aus circa 10.000 unterschiedlichen Einzelteilen besteht?[1] Und ein herkömmlicher Fernseher aus über 4.360 Chemikalien?[2]
Produkte, die aus vielen unterschiedlichen Stoffen hergestellt sind, nennt man Stoffgemische. Diese erschweren ein hochwertiges sortenreines Recycling. Ein Beispiel hierfür sind Verbundmaterialien wie eine Plastikflasche, die aus unterschiedlichen Kunststoffen und eingesetzten Farbstoffen besteht. Diese Verbundmaterialien fallen überwiegend bei Hausabfällen an. Unser aktuelles Wirtschaftssystem bezieht für die Produktion immer neue Ressourcen, welche schlussendlich auf dem Müll landen. Durch unsere wachsende Bevölkerung nimmt der Rohstoffverbrauch zu, obwohl diese endlich sind. Kompostierbare Textilien, essbare Verpackungen, reine Kunststoffe oder Metalle, die unendlich oft für denselben Zweck verwendet werden können – das sollte die Zukunft sein.
Michael Braungart und William McDonough verfolgen die Vision von „Cradle to Cradle“, was übersetzt so viel wie von der „Wiege in die Wiege“ bedeutet. Darunter wird ein perfekter Kreislauf verstanden, bei dem die eingesetzten Materialien am Ende nicht im Abfall landen. Dieses Konzept orientiert sich an der Natur, denn in dieser entstehen auch keine Abfälle.
Der Cradle to Cradle-Ansatz basiert auf den folgenden Prinzipien:

1. Abfall ist Nahrung – denn in der Natur entsteht kein Abfall, sondern alles bildet einen natürlichen Kreislauf.
2. Nutzung erneuerbarer Energien – sind die Grundlage für einen ganzheitlichen und effektiven Kreislaufansatz.
3. Unterstützung von Diversitäten – gegen die Vereinfachung und Zerstörung, damit unserer Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleibt.
4. Gut für Mensch und Umwelt –  gegen die Vereinfachung und Zerstörung, damit unserer Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleibt.

Weltweit sind heute schon über 2.000 Produkte auf dem Markt, die nach diesen Prinzipien zertifiziert und etabliert sind. Dazu zählen Bürostühle, Bezugsstoffe, Fliesen, Teppiche, Toilettenpapier, Shampoo, Reinigungsmittel und sogar technische Produkte wie Fernsehgeräte und vieles mehr. Die Cradle to Cradle-Produkte aus organischen Bestandteilen landen nach der Nutzung auf dem Kompost. Die Gebrauchsgüter werden von Beginn an so gestaltet, dass diese durch chemische oder mechanische Prozesse sinnvoll wiederzuverwerten sind.

Cradle to Cradle stellt eines der radikalsten Nachhaltigkeitskonzepte der Gegenwart dar. Wenn auch Ihr Produkte konsumieren möchtet, die nach dem Cradle to Cradle-Prinzip zertifiziert sind, dann bekommt ihr im Shop von cradlelution unter einen Überblick über die Produktpalette und die wachsende Vielfalt an unterschiedlichen Produkten. Ebenfalls sind vereinzelt auch Cradle to Cradle-Produkte im Avocadostore und Trigema zu finden.

Unser Fazit:
Durch den Konsum von Produkten, die nach dem Cradle to Cradle-Prinzip zertifiziert sind, haben wir die Möglichkeit, unsere Zukunft nachhaltiger zu gestalten. Noch mehr zum Thema findet Ihr unter:
http://c2c-ev.de/
http://cradlelution.de/cradle-to-cradle/
https://utopia.de/ratgeber/cradle-to-cradle-die-vision-von-der-kreislaufwirtschaft-ohne-abfall/

[1] http://www.focus.de/auto/ratgeber/auto-abc/auto-aus-wie-vielen-einzelteilen-besteht-ein-auto_id_3514353.html

[2] https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/1_3_f_cradle_to_cradle_vision_1544.html